Gemeinsam für ein inklusives Mölln: Rund 70 Menschen haben mitgeredet und mitgestaltet

Von Tanja Höfert

Was brauchen Menschen, um gut mitmachen zu können? Wie können sie ihre Interessen einbringen und die Entwicklung ihrer Stadt aktiv mitgestalten? Und welche Strukturen helfen dabei, dass ihre Stimmen gehört werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 70 Teilnehmer*innen beim gemeinsamen Workshop von Mölln Inklusiv und der Stadt Mölln am 7. Oktober 2026 in der Mensa auf dem Schulberg.

Unter dem Motto „Mitreden. Mitgestalten.“ kamen Menschen zusammen, um Erfahrungen zu teilen, Ideen einzubringen und gemeinsam an der Zukunft eines inklusiven Möllns zu arbeiten. Der Workshop wurde gut angenommen. Die große Beteiligung und der gemeinsame Austausch machten deutlich: Viele Menschen möchten sich dafür einsetzen, dass gleichberechtigte Teilhabe in unserer Stadt weiter wächst.

Ein herzliches Willkommen und eine gemeinsame Einführung

Zum Auftakt begrüßten Bürgermeister Herr Schäper, Bürgervorsteherin Frau Katharina Fiedermann sowie die Zielgruppenvertreter*innen von Mölln Inklusiv, Frau Sonja Schacht, Herr Ulli Rühmling und Herr Thorsten Blasey, die Gäste.

Bevor die Arbeit an den Gruppentischen begann, informierten die Zielgruppenvertreter*innen über die Inhalte und Ziele des Workshops. Im Mittelpunkt standen zwei wichtige Vorhaben: die geplante Gründung eines Inklusionsbeirates in Mölln und die zukünftige Gestaltung des Wahlverfahrens für das Amt der oder des Beauftragten für Menschen mit Behinderungen. Die Entwürfe dazu bildeten die Grundlage für die anschließenden Gespräche.

Kathrin Krüger begleitete die Zielgruppenvertreterinnen, die auch im Gesprächskreis Selbstvertretung mitwirken, als Assistentin. Sie unterstützte sie bei der Einführung und ergänzte die Informationen zu den Themen und zum Ablauf des Workshops. So konnten die Teilnehmerinnen mit einer gemeinsamen Orientierung in die Arbeitsphase starten.

Erfahrungen teilen, Wünsche benennen, Ideen entwickeln

An den Gruppentischen standen die persönlichen Erfahrungen und Perspektiven der Teilnehmer*innen im Mittelpunkt. Drei Leitfragen halfen dabei, miteinander ins Gespräch zu kommen und Anregungen zu sammeln:

  • Was brauche ich, um gut mitmachen zu können?
  • Was fehlt in den Entwürfen?
  • Mit welchen Themen sollte sich der Inklusionsbeirat beschäftigen?

Dabei ging es um die Voraussetzungen für eine gute und zugängliche Beteiligung: Was hilft Menschen dabei, sich einzubringen? Welche Unterstützung brauchen sie? Und was muss bei den zukünftigen Beteiligungsstrukturen berücksichtigt werden?

Die Teilnehmer*innen beschäftigten sich außerdem mit den vorliegenden Entwürfen. Sie brachten Fragen, Ergänzungen und Änderungsvorschläge ein und sammelten Themen, denen sich der zukünftige Inklusionsbeirat widmen sollte. Die verschiedenen Sichtweisen waren für diesen Austausch besonders wertvoll. Denn Menschen erleben unterschiedliche Barrieren – und bringen aus ihrem Alltag Wissen mit, das für die Gestaltung guter Beteiligungsmöglichkeiten unverzichtbar ist.

Selbstvertretung als wichtiger Ausgangspunkt

Den entscheidenden Anstoß für diesen Prozess hatten die Selbstvertreter*innen des Gesprächskreises Selbstvertretung gegeben. Sie haben ihre Anliegen eingebracht und die Diskussion darüber angestoßen, wie Menschen mit Behinderungen in Mölln künftig stärker, selbstbestimmter und dauerhaft an kommunalen Entscheidungen mitwirken können.

Dieses Engagement trägt den Beteiligungsprozess. Es steht für einen Grundsatz, der uns bei Mölln Inklusiv besonders am Herzen liegt: Strukturen sollen gemeinsam mit den Menschen entwickelt werden, deren Leben und Teilhabe sie betreffen. Ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen gehören von Anfang an dazu.

Der Workshop war ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem gemeinsamen Weg. Er bot Raum, zuzuhören, Fragen zu stellen und Vorstellungen für die zukünftige Zusammenarbeit einzubringen.

Wie geht es weiter?

Bürgermeister Herr Schäper möchte mit den Ergebnissen des Workshops weiterarbeiten und die eingebrachten Erfahrungen, Wünsche und Ideen in die nächsten Schritte aufnehmen. Dazu werden die Ergebnisse gemeinsam mit der Arbeitsgruppe aus dem Projekt Mölln Inklusiv ausgewertet und in die Satzung für den Inklusionsbeirat sowie in das Wahlverfahren für das Amt der oder des Beauftragten für Menschen mit Behinderungen eingearbeitet.

Die Anregungen der Teilnehmer*innen bilden damit eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Entwürfe. So wird der gemeinsame Austausch aus dem Workshop fortgeführt und trägt dazu bei, Beteiligungsstrukturen zu gestalten, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren.

Unser Ziel bleibt ein Mölln, in dem alle Menschen gleichberechtigt teilhaben, ihre Interessen vertreten und das Zusammenleben aktiv mitgestalten können.

Danke für das gemeinsame Mitgestalten!

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmerinnen, die sich Zeit genommen, ihre Erfahrungen geteilt und ihre Ideen eingebracht haben. Ebenso danken wir den Zielgruppenvertreterinnen, Kathrin Krüger und allen weiteren Mitwirkenden, die den Workshop begleitet und unterstützt haben.

Die gute Resonanz ermutigt uns, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen. Jede Perspektive bereichert den Austausch, und jede Anregung kann dazu beitragen, Beteiligung in Mölln besser zu gestalten.

Wir freuen uns, dass so viele Menschen mitgeredet und mitgestaltet haben – für ein Mölln, in dem alle dazugehören und mitbestimmen können.

Wir danken unseren Förderern

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Logo bestehend aus den Buchstaben SH, einem schreitenden Löwen und einem Nesselblatt, sowie dem Text Schleswig Holstein Der Ministerpräsident Staatskanzlei